|
Dürener Jugendfeuerwehr legt Prüfungen zur Jugendflamme 1 A ab und ist auf dem Weg zu aktiven Brandschützern
Strahlrohr und Verteiler, Mastwurf- und Kreuzknoten, Rettungs- und Arbeitsleine – all das sollte dem Feuerwehr-Nachwuchs geläufig sein. Zudem sollten die Jugendlichen erklären können, wie diese Dinge verwendet werden, was sie in einer Prüfung unter Beweis stellten.
Düren. In der Feuerwache an der Brüsseler Straße wurde an diesem Samstag die Prüfung zur Jugendflamme 1 A abgenommen. In fünf Einzelprüfungen werde feuerwehrtechnisches Wissen rund um die Geräten getestet. Zudem müssen die Jugendlichen einen Notruf absetzen können. Die Prüfung war für alle Dürener Jugendfeuerwehren offen; teilgenommen haben 60 Jugendliche von zehn bis 17 Jahren aus der Stadt Düren und seinen Ortsteilen
Nervös vor der Prüfung
Den Jugendlichen, die auf ihre Prüfung warten, steht die Anspannung ins Gesicht geschrieben. «Ein bisschen aufgeregt» seien sie schon, sagten zwei Jungs aus Merken (beide zwölf). Auf sie wartet die Aufgabe, einen Schlauch gerade zwischen zwei Kegeln auszurollen.
Wie manch anderer Jugendwart auch fiebert Michaela Jansen aus Gürzenich mit. «Klar bin auch ich aufgeregt», sagt die erfahrene Feuerwehrfrau lachend, geht es doch darum, dass ihre Schützlinge unter Beweis stellen, was sie bei ihr gelernt haben. Und diese legen sich ins Zeug und packt es, den Schiedsrichtern den Aufbau und Funktionsweise von Strahlrohr, Schlauch und Verteiler detailliert erklären zu können. In einem Nebenraum sitzen derweilen die Prüflinge aus Lendersdorf und müssen unter Beweis stellen, dass Sie einen Notruf fehlerfrei absetzen können.
Marcel aus Birkesdorf ist inzwischen damit beschäftigt Seile um eine Leiter zu binden. Erst linksrum und dann nach hinten – oder doch andersrum – er zögert noch kurz, doch das „Perfekter Mastwurf“ des Schiedsrichters lässt ihn lächeln - er hat es richtig gemacht hat.
Alle bestehen die Prüfung
Die Anspannung weicht den Kindern und Jugendlichen aus dem Gesicht als Stadtjugendfeuerwehrwart Lars Leisten verkünden konnte, dass alle 60 Prüflinge mit Erfolg bestanden haben. „Es freut mich sehr, dass viele die maximale Punktzahl erreicht haben. Auch der Rest bewegt sich im Bereich von über 90%.“ lobte er die anwesenden Kameraden. Der stellv. Bürgermeister Hubert Cremer schätz den Einsatz der jungen Feuerwehrleute hoch ein und lobte die Kinder und Jugendbetreuer die Wochen und Monate im vor raus für die Prüfung geübt haben. Cremer und der Leiter der Feuerwehr Jürgen Pelzer ließen es sich nicht nehmen jedem Prüfling einzeln und persönlich zu gratulieren und die verdiente Urkunde zu überreichen.
Im Frühjahr 2011 geht es dann weiter. Dann findet die Prüfung zur Jugendflamme 1 B statt. Unter- und Überflurhydrant, Druck- und Saugkupplungen müssen erklärt werden. Eine verletzte Person muss versorgt und transportiert werden. Erst nach dieser erfolgreichen Prüfung erhalten die Jugendlichen ein Abzeichen, auf dem eine von drei Flammen gelb leuchtet.
Die zweite und dritte Flamme erwirbt man dann anschließend auf Kreisebene. Es wird halt nie langweilig in der Jugendfeuerwehr.
>> weitere Bilder >>>">>>> weitere Bilder >>> |